Die CPNP-Notifizierung: was sie belegt und was nicht
CPNP wird oft als Qualitätszeichen präsentiert. Es ist eine Meldung, kein Zertifikat, und der Unterschied zählt, bevor Sie bestellen.
Im Schriftwechsel mit koreanischen Herstellern taucht CPNP ständig auf, fast immer als Argument für ein Produkt. Das Argument ist echt, aber nicht das, für das man es gewöhnlich hält. Es lohnt sich, das früh zu klären: Es wirkt auf den Preis und darauf, was Sie in Ihrem Regal auszeichnen dürfen.
Was CPNP tatsächlich ist
CPNP ist das europäische Portal zur Meldung kosmetischer Mittel. Bevor ein Produkt auf den EU-Markt kommt, übermittelt die verantwortliche Person darüber die Angaben: Zusammensetzung, Kategorie, Herstellerdaten, einen Notfallkontakt.
Das Schlüsselwort lautet Meldung. Niemand erteilt eine Genehmigung, und niemand prüft das Produkt vor der Übermittlung. Das System nimmt die Daten entgegen und stellt sie den Giftinformationszentren zur Verfügung.
Was die Meldung einem Einkäufer wirklich bringt
Sie bedeutet, dass es für das Produkt eine verantwortliche Person in der EU gibt und ein Datensatz eingereicht wurde. Mittelbar sagt sie, dass der Hersteller die europäischen Anforderungen bereits durchlaufen hat und über eine Sicherheitsbewertung verfügt, ohne die üblicherweise nicht gemeldet wird.
Für einen Einkäufer ist das gesparte Zeit. Ein bereits gemeldetes Produkt macht weniger Arbeit als eines, das bei null beginnt. Wenn Sie eine Erstbestellung zusammenstellen, sind genau das die Artikel, mit denen man anfängt.
Was sie nicht belegt
Sie belegt keine Wirksamkeit. Auslobungen wie aufhellend oder glättend prüft CPNP überhaupt nicht.
Sie belegt keine Fertigungsqualität. Dafür sind ISO 22716 und ein Werksaudit da, nicht ein Meldeportal.
Und sie gilt nicht außerhalb der EU. Lateinamerika, der Nahe Osten und Asien haben je eigene Verfahren; die für CPNP erstellten Unterlagen erleichtern deren Vorbereitung lediglich.
Was Sie anfordern sollten
Eine Artikelliste mit den zugehörigen CPNP-Nummern: Jede Meldung hat eine, und sie lässt sich abgleichen.
Den Sicherheitsbericht zum Produkt, sofern der Hersteller bereit ist, ihn weiterzureichen.
Den Namen der verantwortlichen Person in der EU und die Bestätigung, dass sie dieselbe bleibt, wenn die Ware über Sie läuft.
Und die direkte Frage, die gern vergessen wird: Wurde die Meldung zur aktuellen Rezepturversion abgegeben oder zu einer früheren?